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Das Empfangen von Einweihungen und Segnungen

Die erste dieser neun Vorbereitenden Übungen ist auch als «Erklärung über die Segnungen, erhalten aus der Übertragung der Einweihungen» bekannt. Dieser erste Abschnitt stellt unter den Neun Vorbereitenden Übungen eine Art Guru-Yoga oder Vereinigung mit dem Meister dar. Er heißt «Die Übertragung von Einweihungen, die dem Geistes-Strom des Praktizierenden Segnungen schenken». Diese Einweihungen kommen von dem Körper, der Rede und dem Geist des Gurus, um in den eigenen Körper, die eigene Rede und den eigenen Geist integriert zu werden. Der Moment der Vereinigung am Ende dieser Praxis stellt das eigentliche Guru-Yoga dar. Die meisten Arten der hier gefundenen Praktiken sind ähnlich wie der neunte und letzte Abschnitt namens «Beten mit glühender Hingabe, um die Segnungen der Meister zu erlangen». Diese letzte Praxis stellt auch eine Art Guru Yoga dar.

 

Jedoch betont die erste Praxis die Anfrage und den Empfang der Übertragung von dem Meister im Wege der Übertragung von Einweihungen. Dadurch werden die Segnungen der geistigen Energien der Inspiration von dem Körper, der Rede und dem Geist des Gurus zusammengelegt und in die eigenen gewöhnlichen und weltlichen Errungenschaften von Körper, Rede und Geist während der Sitzung, in Anwesenheit des Meisters, integriert. Die endgültige Praxis betont das Gebet zum Guru mit Glauben und leidenschaftlicher Hingabe für die weitere Zuwendung seines Segens an den Praktizierenden. Auch hier findet am Ende der Praxis die Integration und die Vereinigung mit dem Meister statt, was das richtige Guru-Yoga ist.

 

Auf diese Weise, durch die wiederholten Meditationen, hält man nicht nur die Verbindungen und die geistigen Verbindungen mit einem persönlichen Guru in diesem Leben, sondern auch mit all den anderen erleuchteten Meistern der Vergangenheit, die zu den verschiedenen Linien der Übertragung für das Dzogchen gehören.

 

Der wiederholte meditative Prozess dieser Vereinigung bringt die Integration innerhalb des individuellen Geistes-Stroms mit dem höheren Prinzip der Erleuchtung in den Mittelpunkt des eigenen Seins. Im Rahmen der eigenen Meditations-Praxis, durch die Wiederholung des Guru-Yogas zu Beginn jeder Sitzung, tritt der Praktizierende in die heilige Zeit und den heiligen Raum ein, wo die Dzogchen-Lehren zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit offenbart wurden. Man wiederholt die archetypischen Handlungen von Gyerpungpa, das Erbitten der Lehre und der Erhalt der Einweihung durch die Segnungen und die Übertragung von seinem eigenen Meister. Man sollte denken, dass Guru Tapihritsa beim Praktizieren tatsächlich im Himmel vor uns selbst vorhanden ist und dass man tatsächlich den Segen der Weisheit und der Inspiration von ihm erhält.

 

Wie man die Guru-Yoga-Praxis in Bezug auf die Anrufung, die Visualisierung und das Anfragen, den Empfang der Reinigung der eigenen Negativität durch die Elixiere der Weisheit und den Empfang der Ermächtigungen von Körper, Rede und Geist des Gurus, tatsächlich durchführt, wird wie folgt beschrieben.