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Einführung in die Dzogchen-Meditation

Sie kennen die vorbereitenden Übungen, bestimmt haben Sie diese schon gemacht. Schön, dann machen Sie diese jetzt noch einmal, allerdings probieren Sie die Meditationen jetzt so zu gestalten, dass Sie die Auflösungsphasen zum Schwerpunkt machen. Verweilen Sie in der Vorstellung von der Leerheit und Klarheit so lange diese Erfahrung irgendwie frisch ist, das heißt so lange wie keine Gedanken aufkommen und Sie nicht einschlafen.

 

Wenn nur ein Gedanke aufkommt, dann lassen Sie diesen einfach geschehen. Greifen Sie ihn nicht auf und arbeiten Sie ihn nicht aus und lehnen Sie ihn nicht ab; lassen sie ihn einfach geschehen. Bei dieser Vorgehensweise wird sich der Gedanke von selbst wieder in seine Basis, wo er hergekommen ist, auflösen. Danach ist die Erfahrung wieder frisch und Sie können weiterhin meditieren, solange, wie die Erfahrung frisch ist.

 

Dzogchen hat viel mit Visionen zu tun. Gerade dann, wenn Sie am Einschlafen sind, gibt es eine sehr starke Phase in der Visionen erscheinen. Das sind aber nicht unbedingt die Visionen, die hier erscheinen sollen, sondern das sind einfach die Visionen, bevor sie einschlafen und ein schläfreger Geist schafft keine gute Meditation. Brechen Sie hier die Meditation besser ab und schlafen Sie eine Runde. Wenn Sie dann ausgeruht sind, können Sie ja wieder eine Meditations-Sitzung eröffnen.

 

Das gleiche gilt, wenn das große Geplapper des Geistes losgeht, das heißt, wenn ein Gedanke dem anderen folgt, akustische Visionen, Stimmen im Kopf und sonstiger vernehmbarer Tumult stattfindet, brechen Sie ihre Meditation ab. Machen sie etwas anderes, wie spazieren gehen, einkaufen, kochen und so weiter. Sie können auch ein paar Atemübungen machen, um ihren Geist wieder zu beruhigen und es dann noch einmal probieren. Apropos Kochen: voller Bauch macht müde und leerer Bauch macht aufgeregt. Buddha wusste dies um deshalb lehrte er dann auch den goldenen Weg der Mitte. Machen Sie alles mit Maß und Ziel; ohne an irgendetwas anzuhaften oder etwas abzulehnen, ob dies nun die heißeste Dakini ist, die ihnen jemals begegnet ist, oder der Tanzroboter Lieschen Müller, der vor kurzem auf eine Personen-Mine getreten ist.

 

Von der höchsten Sichtweise des Dzogchen aus, kann Alles für die Dzogchen-Meditation verwendet werden, sei dies das Sutra, das Hinajana oder das Vajrayana, das Tantra oder das Mahayana. Man sollte nicht davon ablehnen oder als minderwertig betrachten. Apropos Mahayana: Im Mahayana ist das Dzogchen auch als Essenz-Mahamudra bekannt.

 

Aber wir sind hier bei den vorbereitenden Übungen und deshalb ist es für uns wichtig, so zu meditieren, dass es passend ist. Und passend sind kurze und dafür häufigere Sitzungen, anstelle von langen und wenigen Sitzungen. Sobald Sie in der Phase von Leerheit und Klarheit sind, können Sie am Anfang probieren, zwei Minuten, dann drei Minuten oder fünf Minuten, darin zu bleiben, somit die Zeiten, in der die Erfahrung frisch bleibt, immer länger auszudehnen, bis es ihnen gelingt, einen ganzen Tag in dieser Frische zu bleiben. Und dann üben Sie, diese Frische zu bewahren, während Sie eine einfache Mantra-Rezitation machen. Gelingt ihnen auch dies für einen ganzen Tag, dann fangen Sie an sich zu bewegen, spazieren zu gehen oder sonstige einfache Bewegungsabläufe.

 

Wie ? Das ist nicht möglich? Buddha war nie außerhalb von diesem Zustand der Frische, egal was er tat und das über lange Jahre hinweg. Auch die Bodhisattvas der höheren Bhumis (Ebenen) sind oft lange Zeit in diesem Zustand von der Leerheit und Klarheit, während sie alltägliche Dinge erledigen. Schlafen diese eigentlich auch mal? Wie soll es dann möglich sein, frisch zu bleiben? Dafür gibt es die Lehren von dem Schlaf- und Traumyoga.

 

So wie es für mich scheint, beinhalten alle tibetischen Yoga-Lehren, sowohl die buddhistischen als auch die Lehren der Bönpos, etwas, das entfernt auch Dzogchen zu tun hat oder das Dzogchen beinhaltet alle tibetischen Lehren. Dies muss nicht unbedingt so sein, denn bezüglich dem Dzogchen bin ich selbst auch nur ein totaler Anfänger, der sich erst einmal ein wenig schlau gemacht hat, was für das Dzogchen eigentlich zu tun ist und was dies sein könnte.

 

Also dies ist das Eintauchen in Leerheit und Klarheit, dies ist das Rigpa, dies ist … (das hab ich vergessen, aber es gibt mindestens noch 20 weitere Begriffe dafür). Dies ist das, was ich vor über fünf Jahren einmal für circa 30 Sekunden erkannt habe und darin verweilte. Dann kam in diesem leeren grenzenlosen klaren leuchtenden Raum der Gedanke an das Bodhisattva-Gelöbnis. Schwupp, das war's: ich saß wieder in meinem Zimmer. Seither arbeite ich daran, wieder dorthin zu kommen, darin einzutauchen und mir ist jedes Mittel recht, um dies wieder zu erreichen. Sie sehen also, dass es ein riesengroßer Erfolg ist, wenn Sie es anfangs schaffen, auch nur eine Minute tatsächlich in diesem Zustand zu verweilen. So werde ich in diesem Teil des Buches einige Erklärungen zu dem Schlafyoga geben, zu der Arbeit mit den Krieger-Keim-Silben und den Tsa Lung-Übungen, die eigentlich mehr zu dem tantrischen Bereich gehören.

 

Bezüglich dem Dzogchen können auch die vier Eigenschaften von Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut behilflich sein, ebenso wie die Erklärungen zu dem Trekchö und dem Tögal, die hier noch zu finden sein werden.

 

Kommen wir nun zu weiteren Erklärungen von meiner Art, zu meditieren.

 

 

Mittagsschlaf

Nach dem Essen oder wenn ich müde bin, lege ich mich gern für ein kurzes Schläfchen, aus dem aber oft zwei Stunden werden, hin. In dieser Zeit bin ich anfangs nicht untätig, sondern arbeite mit den Krieger-Keimsilben:

 

«A», weiß und klar, Scheitel-Chakra.
«OM», gelb und klar, Hals- oder Kehl-Chakra.
«HUNG», blau und klar, Herz-Chakra.
«RAM», rot, klar und heiß, Nabel-Chakra und
«TSA», grün und klar, Geheimes Chakra, nach unten ableitend.

 

Diese Farbzusammenstellung ist nirgends in dieser Form vorhanden, zumeist wird in diesem Zusammenhang erklärt, dass auch das «OM» von roter Farbe ist.

 

Beginnend mit dem «A» konzentriere ich mich für 30 langsame Atemzüge auf diesen weißen klaren Raum mit dem «A». Dann folgen für jeweils die gleiche Dauer die Silben «OM» bis «TSA». Danach stehe ich entweder wieder auf oder wiederhole das Ganze noch einmal, vor allem in der Nacht, wenn ich nicht schlafen kann. Zumeist falle ich jedoch bei der Silbe «HUNG» in den Schlaf, ganz selten schon bei der ersten silbe «A».

 

Es geht mir hier nicht so sehr darum, über dies vielleicht die klare offene Leerheit zu erkennen, sondern mehr darum, vor dem Einschlafen noch ein Kino mit tollen Visionen, sowohl visuell als auch akustisch, zu genießen. Bevor ich Einschlafe ist ein gutes Gewahrsein vorhanden, was jedoch manchmal, vor allem wenn ich diese Übung vor dem nächtlichen Einschlafen mache, von Nachteil sein kann. Oft habe ich das Gefühl, dass ich stundenlang in der Nacht wach liege, da ich mir ständig gewahr bin, was passiert. Nur, wie ich durch eine Kontrolle der Uhrzeiten erfahren habe, gab es hierbei oft einen plötzlichen Zeitsprung. Das bedeutet, dass ich doch geschlafen habe, jedoch danach sofort wieder in völligem Gewahrsein aufgewacht bin.

 

Durch diese Übung können auch klare Träume von einer farbenfrohen Realität erscheinen, an welche ich mich nach dem Aufwachen deutlich erinnern kann. Allerdings nehme ich den Traum nur als Traum wahr, in dem ich zwar handle, den Traum aber nicht in eine Meditations-Sitzung umwandle, was hier theoretisch möglich wäre.

 

 

Tsa Lung- Tummo- Silben-Meditation

An einem schönen Tag, vor allem im Sommer, gehe ich danach spazieren oder fahre mit dem Rad, wobei ich ständig ein Mantra rezitiere. Oft kommt es dann vor, dass ich ein passendes Bänkchen ansteuere, um auf diesem eine Tsa Lung-, Tummo-, Silben-Meditation zu machen. Dies gibt es nirgends in der Literatur, sondern dies ist einfach eine Verbindung von zwei Meditationen: die Tsa Lung-Meditation verbunden mit der Tummo-Meditation, Erzeugung von innerer Hitze, wobei ich hierbei anstelle von «A» bis «HUNG», wie bei der Tummo-Meditation üblich, die fünf Krieger-Keimsilben für das jeweils entsprechende Chakra verwende, also «RAM» bis «A».

 

Hierzu visualisiere ich die Zuflucht vor mir und alle fühlenden Wesen neben und hinter mir. Dann folgen die Neun Reinigenden Atemzüge. Daraufhin bitte ich Sherab Chamma: «OM, du Edle, die du alle Vollkommenheiten erlangt hast, bitte zeig mir die Kraft, welche die Unwissenheit und Verdunkelungen von allen Wesen und mir selbst entfernt, so dass ich das reine klare Licht des Geistes erkennen und erfahren kann».

 

Sherab Chamma zwinkert daraufhin Tönpa Shenrab (eigentlich Shenla Ökar, aber ich bevorzuge hier die Mitte) zu, worauf aus dem Herz von Tönpa Shenrab ein gewaltiger Feuersturm hervorbricht, der über die Köpfe von allen Wesen hinwegfegt und deren gesamte Negativität und deren Verdunkelungen zu Asche verbrennt. Darauf folgt ein gewaltiger Sturm, der die ganze Asche aufnimmt und davonträgt. Schließlich folgt ein starker Regensturm, der restliche Partikel davonspült und die Wesen vollständig säubert. Auf diese Weise sind nun alle Wesen vollständig gereinigt.

 

EMAHO AH OM HUNG RAM TSA

 

Regenbogen-Lichter strahlen von der Zuflucht zu allen Wesen und geben diesen die passenden Segnungen. Daraufhin lösen sich alle Wesen im Licht auf, welches in die ganze versammelte Zuflucht strahlt. Diese löst sich in Regenbogenlicht auf, welches über Tönpa Shenrab in Sherab Chamma strahlt und von Sherab Chamma strahlt es in mich hinein, wobei ich alles willkommen heiße und die Tsa Lung-Übung von dem alles umfassenden Prana durchführe. Jetzt existiert für 30 Atemzüge nur die offene klare leere Weite des Geistes (achten sie hierbei darauf, mit den Daumen auf die Wurzel der Ringfinger zu drücken, da dies unerwünschte Entitäten davon abhält, in ihren Körper einzudringen).

 

Danach entstehe ich augenblicklich in der Form von meinem Yidam, die Welt um mich herum ist sein reines Land. Die Hauptvisualisierung liegt im Zentral-Kanal mit den jeweiligen Chakras. In meinem Scheitel-Chakra ist die weiße Silbe «A»; im Kehl-Chakra die gelbe Silbe «OM»; im Herz-Chakra ein blaues «HUNG»; im Nabel-Chakra ein rotes «RAM». Diese Silbe «RAM» sieht aus wie ein alter Wasserhahn, dessen Ausguss auf der linken Seite ist und auf dessen oberen Mitte befindet sich ein spitz zulaufender Dorn, an dessen Seiten sich das Feuer von dem Tummo entzündet. Im geheimen Chakra befindet sich dann die Silbe «TSA», bei der, im Gegensatz zu den anderen Chakras, das Prana, die vitalen Winde nach unten gerichtet sind.

 

Ich beginne die Übung mit dem Scheitel-Chakra, das heißt, ich mache die Tsa Lung-Übung für das Scheitel-Chakra, das nach oben gerichtete Prana. Nach einer Pause von fünf Atemzügen folgt die Tummo-Übung hierzu. Dabei spanne ich den Muskel im Schritt an und drücke das Zwerchfell nach unten, nachdem ich nachhaltig tief eingeatmet habe. Die Visualisierung liegt hauptsächlich beim «A» und ein wenig zu dem «RAM» nach unten.

 

Ich halte den Atem und diese Anspannung der Muskulatur zirka 10 Zähleinheiten, langsam bis 10 zählend, eventuell gekoppelt mit dem Pulsschlag, an, wobei ich mir vorstelle, dass das «RAM» immer heißer wird, bis die Flamme sich entzündet und zu dem «A» noch oben züngelt. Dann atme ich plötzlich nach oben, mit der Vorstellung, dass der Atem am Scheitel austritt, aus. Unverzüglich nach der Ausatmung atme ich wieder langsam und nachhaltig ein und wiederhole das Ganze viermal. Ich mache diese Übung also insgesamt fünfmal nacheinander. Anfangs ist es sehr gut, wenn die Hände als Fäuste geballt von oben auf die Oberschenkel drücken.

 

Danach folgt eine Pause von zehn Atemzügen, in der ich mir vorstelle, wie das Feuer nach oben steigt und die Silbe «A» immer mehr aufheizt. Daraufhin intoniere ich kräftig die Silbe «A» einmal oder dreimal und mache eine weitere Pause 20 Atemzügen wie zuvor. Schließlich ist das «A» so heiß, dass es schmilzt und sowohl zu dem «RAM» heruntertropft, was sich auswirkt als ob man Benzin in ein Feuer schüttet, was dieses noch zusätzlich entfacht, als auch in das Kehl-Chakra fließt, was bewirkt, dass wir Freude beim Kehl-Chakra empfinden.

 

Dann folgt die Tsa Lung-Übung für das Kehl-Chakra, die Pause ist wie zuvor und die Tummo- Übung ist wie zuvor, nur dass diesmal die Konzentration nicht bei dem Scheitel-Chakra, sondern bei dem «OM» im Kehl-Chakra ist. Die Pausen daraufhin, in denen wir uns der Freude gewahr sind, sind auch wie oben, nur intonieren wir diesmal kräftig die Silbe «OM». Das «OM» wird so heiß, dass es schmilzt und sowohl zu dem «RAM» heruntertropft, was sich auswirkt, als ob man Benzin in ein Feuer schüttet, was dieses noch zusätzlich entfacht, als auch ihm das Herz-Chakra fließt, was bewirkt, dass wir große Freude beim Herz-Chakra empfinden.

 

Dann folgt die Tsa Lung-Übung für das Herz-Chakra, die Pause ist wie zuvor und die Tummo-Übung ist wie zuvor, nur dass diesmal die Konzentration nicht bei dem Kehl-Chakra, sondern bei dem «HUNG» im Herz-Chakra ist. Die Pausen daraufhin, in denen wir uns der großen Freude gewahr sind, sind auch wie oben, nur intonieren wir kräftig die Silbe «HUNG». Das «HUNG» wird so heiß, dass es schmilzt und zu dem «RAM» heruntertropft, was sich auswirkt, als ob man Benzin in ein Feuer schüttet, was dieses noch zusätzlich entfacht, was bewirkt, dass wir riesige Freude beim Nabel-Chakra empfinden.

 

Danach folgt die Tsa Lung-Übung für das Nabel-Chakra. Die Pause ist wie zuvor unf die Tummo-Übung ist wie zuvor, nur dass diesmal die Konzentration nicht bei dem Herz-Chakra sondern bei dem «RAM» im Nabel-Chakra ist. Die Pausen daraufhin, in denen wir uns der riesigen Freude gewahr sind, sind auch wie oben, nur intonieren wir diesmal kräftig die Silbe «RAM». Das «RAM» wird so heiß, dass es schmilzt und sowohl zu dem «TSA» heruntertropft, was sich auswirkt, dass die Winde noch stärker werden, was das Feuer noch zusätzlich entfacht; was bewirkt, dass wir unvergleichliche alles umfassende Freude beim Geheimen Chakra empfinden.

 

Schließlich folgt die Tsa Lung-Übung für das Geheime Chakra. Die Pause ist wie zuvor und die Tummo-Übung ist wie zuvor; nur dass diesmal die Konzentration nicht bei dem Nabel-Chakra, sondern bei dem «TSA» imGeheimen Chakra ist. Die Pausen daraufhin, in denen wir uns der unvergleichlichen alles umfassenden Freude gewahr sind, sind auch wie oben, nur intonieren wir diesmal kräftig die Silbe «TSA». Das «TSA» wird so heiß, dass es viele zusätzliche Winde freisetzt, welche die unvergleichliche alles umfassende Freude überall verteilen.

 

Wenn das Prana bei diesem Chakra auch nach unten ausgerichtet ist, bedeutet dies nicht, dass sich die Winde nur nach unten bewegen, vielmehr durchdringen diese den gesamten Körper und gehen unten heraus, um auch die Umgebung zu durchdringen. Auch die anderen Winde der anderen Chakras sind nicht nur an das spezifische Chakra gebunden, sondern durchdringen den ganzen Körper und gehen dorthin, wo sie gebraucht werden.

 

Nun haben wir den Zustand der Freude vollkommen verwirklicht und machen in diesem Zustand der Freude in umgekehrter Richtung weiter. Das heißt, Sie machen jetzt nochmal die oberen Übungen in umgekehrter Reihenfolge, beginnend bei dem «TSA», wobei Sie sich einfach weiterhin der Freude gefahr sind. Allerdings lassen Sie hier die Tummo-Meditation weg, machen also nur die Tsa Lung-Übung und das intonieren der Silben mit den dazu gehörenden Pausen.

 

Als Zweites steigen Sie dann hoch zu dem «RAM», dort erfahren Sie dann die Freude der Großen Freude. Weiter geht es zum Herz, «HUNG», dort erfahren Sie die Große Freude der Großen Freude. Weiter zum Hals, «OM», um die Riesige Freude der Großen Freude zu erfahren. Schließlich wieder zum Scheitel, wo Sie dann die Unvergleichliche Alles Umfassende Freude der Großen Freude erfahren. Hier, nach zirka 90 Minuten, beende ich zumeist die Sitzung, Sie können aber wieder in der umgekehrten Reihenfolge anknüpfen, in der gleichen Reihenfolge, wie am Anfang, nochmals nach unten und wieder hoch, also das Ganze viermal durchführen.

 

Was folgt ist die Freude der riesigen Freude; die große Freude der riesigen Freude; die riesige Freude der riesigen Freude und die unvergleichliche alles umfassende Freude der riesigen Freude und schließlich die Freude der unvergleichlichen alles umfassenden Freude; die große Freude der unvergleichlichen alles umfassenden Freude; die riesige Freude der unvergleichlichen alles umfassenden Freude und die unvergleichliche alles umfassende Freude der unvergleichlichen alles umfassenden Freude.

 

 

Wow, ganz schön spacig, man könnte platzen vor Glück. Versuchen Sie, dieses Gefühl mitzunehmen, wenn Sie jetzt noch einmal, wie am Anfang, die Tsa Lung-Übung von dem alles umfassenden Prana, bei der Sie Alles willkommen heißen, machen. Verweilen Sie wenigstens für 30 Atemzüge in dieser offenen glückseligen unbegrenzten Klarheit. Danach entstehen Sie wieder in einer reinen Welt und machen die Widmung.

 

 

Ich schreibe hier ein bisschen intuitiv, womit gemeint ist, dass ich manchmal die Ich-Form, manchmal die Wir-Form und manchmal die Sie-Form verwende. Diese Form kommt zumeist zum tragen, wenn das Ganze eine erklärende oder auffordernde Eigenschaft hat. Im offiziellen Teil der Anleitungen werde ich fast nur diese Form verwenden.

 

Aber bevor wir zu diesem kommen, gibt es noch die Meditation, die ich am Abend mache. Was ich nachts mache, wissen Sie ja seit dem Mittagsschlaf. Dieser beschriebene Tagesablauf findet aber leider nicht täglich statt. Es gelingt mir höchst selten, tatsächlich alle diese Meditationen durchzuführen. Tatsächlich sollte ich etwas mehr meditieren, ich empfinde es allerdings nicht als schlimm, wenn ich mal einen Tag nicht meditiere, da ich dennoch, aufgrund von meinen Übersetzungs-Tätigkeiten am PC rund um die Uhr mit dem Dharma beschäftigt bin.

 

Im Allgemeinen rezitiere ich, sobald ich nicht mehr mit Aufgaben beschäftigt bin, die das Denken oder die Konzentration auf etwas erfordern, ein Mantra, was mir in Fleisch und Blut übergegangen ist, da ich die Vorzüge hiervon kennengelernt habe. Sie sehen also, dass ich noch ein bisschen von dem Dzogchen entfernt bin, denn wenn ich mich nach dem Dzogchen verhalten würde, würde ich kein Mantra rezitieren, sondern versuchen, mein Gewahrsam auf die Vorstellung von Leerheit und Klarheit auszurichten.

 

Okay. Also abends mache ich entweder eine Dzogchen-Sitzung oder eine tantrische Sitzung.