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Sukhasana

«Sukhasana», eine der Meditationshaltungen; «Schneidersitz»; angenehme Meditatiosstellung. «Sukhasana» besteht aus zwei Wörtern: «Sukha» heißt Freude, angenehm, leicht. «Asana» heißt Stellung. So ist «Sukhasana» die angenehme Stellung und bezieht sich auf die Meditationshaltung, die im Deutschen als «Schneidersitz» bezeichnet wird. Im Verhältnis zu der «Padmasana», der «Siddhasana» und der «Swastikasana» ist die «Sukhasana» leicht.

 

LotossitzMeditationssitz

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Sukadev über Sukhasana
2 Swami Sivananda über Sukhasana

2.1 Methode
2.2 Variationen
2.3 Nutzen von Padma, Siddha und Swastika Asana

 

 

Sukadev über Sukhasana

 

 

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Swami Sivananda über Sukhasana

Jede leichte komfortable Haltung für «Japa» (das Rezitieren von Mantras) und Meditation ist die «Sukhasana-Haltung». Der wichtige Punkt hierbei ist, dass Kopf, Nacken und Rumpf in einer Linie sind, ohne jedwede Kurve. Menschen die «Japa» (das Rezitieren von Mantras) nachdem sie 30 oder 40 Jahre alt sind beginnen, wird es für gewöhnlich nicht gelingen, länger in «Padmasana», «Siddhasana» oder «Swastikasana» zu sitzen. Ich werde jetzt zur Beschreibung einer möglichen Form von «Sukhasana» übergehen, in der ältere Menschen für eine lange Zeit sitzen und meditieren können. Sie eignet sich besonders für ältere Personen, denen es unmöglich trotz etlicher wiederholter Versuche, ist, in «Padmasana» oder «Siddhasana» zu sitzen.

 

 

Methode

Nimm ein Laken von etwa 1,80 Länge. Falte es der Länge nach bis zu einer Breite von ca. 20 cm. Sitze in der Dir vertrauten Weise, die Füße sind unterhalb der Oberschenkel. Hebe die beiden Knie bis auf Brusthöhe an bis Du zwischen den Knien einen Abstand von 20- 25 cm ausmachst. Jetzt nimm das gefaltete Laken. Das eine Ende behältst Du nahe des linken Knies; während Du mit der linken Seite zurückgehst, das rechte Knie berührst, zum Ausgangspunkt kommst und die beiden Enden miteinander verknotest. In dieser Asana werden Hände, Beine und der Rücken unterstützt. Deshalb wirst Du nicht ermüden. Wenn es Dir nicht möglich ist eine andere Asana einzunehmen, dann sitze zumindest in dieser Asana für eine längere Zeit, praktiziere «Japa» und meditiere.

 

 

Variationen

I. Pavanamuktasana: Sitze auf dem Boden, halte die Fersen zusammen und hebe die Knie auf Brusthöhe an. Umfasse die Knie mit beiden Händen.

 

II. Vama Pavanamuktasana: In dieser Haltung wird nur das rechte Knie vom Boden angehoben. Es wird mit beiden Händen wie in «Pavanmuktasana» umfasst.

 

III. Dakshina Pavanamuktasana: Bei dieser Asana wird das rechte Knie angehoben und mit den Händen umfasst und das linke Bein verbleibt auf dem Boden. Die drei genannten Asanas können ausgeführt werden während Du am Boden liegst.

 

IV. Bhairavasana: Sitze in «Vama Pavanamuktasana». Anstelle die Knie mit den Händen zu fassen, lasse Deine Hände nahe der Füße seitlich an den Oberschenkeln.

 

 

Nutzen von Padma, Siddha und Swastika Asana

Bücher über den Hatha Yoga preisen die Vorzüge und Vorteile von «Padmasana» und «Siddhasana» in hohem Grade. Diejenigen, die täglich für wenigstens 15 Minuten mit geschlossenen Augen, sich auf das Göttliche im Lotus des Herzens konzentrierend, in dieser Asana sitzen, werden alle Sünden zerstört finden und die «Moksha» (Befreiung) schnell erlangen.

 

Diese Asanas heizen das Verdauungsfeuer an und wirken sich positiv auf Appetit, Gesundheit und das Gefühl, glücklich zu sein, aus. Sie beseitigen Rheuma und halten die drei Körpersäfte, Wind, Galle und Schleim in einem angemessenen Verhältnis. Sie entschlacken und stärken die Nerven in Bein- und Oberschenkelbereich. Sie sind sehr geeignet dafür, das Brahmacharya (wörtlich das Leben im Absoluten) aufrechtzuerhalten.